BWB-Kreisentscheide in NRW
20.02.2009 - 18:00 Uhr
Zwischen dem 4. und 20. Februar fanden in diesem Jahr bundesweit die Kreisentscheide zum Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend statt. Rund 9.000 landwirtschaftlichen Auszubildende aller drei Lehrjahre waren eingeladen, sich in Theorie und Praxis miteinander zu messen.
Gut 400 angehende Landwirtinnen und Landwirte aus Westfalen-Lippe beteiligten sich an den sieben Kreisentscheiden, die zwischen dem 4. und 19. Februar gemeinsam von Landwirtschaftskammer NRW, Landjugend und WLV in den hiesigen Regionen durchgeführt wurden. Die höchste Teilnehmerzahl erreichte Borken mit knapp 150 von 180 Berufschülern. Obwohl die Teilnahme am Berufswettbewerb in NRW in diesem Jahr erstmals freiwillig war und die Bereitschaft der Auszubildenden in allen Kreisen daher mal mehr, mal weniger deutlich gesunken war, konnte dieser Kreis die Teilnehmerzahl fast als Einziger halten. Ähnlich erfolgreich war nur noch der Schulstandort Letmathe, der mit 45 von 53 Berufschülern sogar einen noch höheren Prozentsatz erreichte. Darauf können beide stolz sein.
Für die beteiligten Auszubildenden war der Prüfungstag ein aufregendes, aber auch spannendes Erlebnis. Die meisten schwitzten schon beim schriftlichen Teil: Was ist im Jugendschutzgesetz geregelt, was steht im Jugendarbeitsschutzgesetz? Lag der Dreißigjährige Krieg vor oder nach der Landung von Kolumbus in Amerika ? Wie berechnet sich das notwendige Fassungsvermögen eines runden Güllebehälters für 6 Monate bei 60 Kühen (mit je 50 l Kot-Harn-Gemisch/Tag) und 600 mm Regen? Die Praxis klappte bei den meisten ganz gut, die Theorie fiel da einigen deutlich schwerer. Unterschiedlich schwierig beurteilten die Auszubildenden den mündlichen Teil (Kurzvortrag), den sie alle halten mussten. Für viele war dies die unangenehmste Aufgabe.
Nachdem die Herausforderung von allen gemeistert worden war, wurde es für die Teilnehmer dann gemütlicher. Bei einem Imbiss tauschten sie ihre Erfahrungen und eingetragenen Lösungen aus, besprachen die nächsten Klassenarbeiten in den Schulen und weitere Aktualitäten. Für die Ausbildungsberater und ihre Helfer dagegen war gerade diese Phase hektisch, mussten sie doch die Ergebnisse aller Teilnehmer schnellstmöglich zusammentragen, um die Siegerehrung vornehmen zu können.
Positiv äußerten sich in einigen Kreisen die Richter über das Niveau des Wettbewerbs. Da die Teilnahme für die SchülerInnen freiwillig war, waren viele von ihnen vorbereitet oder kamen aus den höheren Lehrjahren. Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen und beim Kurzvortrag lagen im Durchschnitt etwas höher als in den Vorjahren. Aber wie immer gilt - keine Regel ohne Ausnahme. Ein gutes Niveau beim Landesentscheid ist somit trotz der geringeren Teilnahme sicher.
Insgesamt elf Kreissieger verkündeten die Vertreter von WLV, Landwirtschaftskammer NRW und Landjugend im Rahmen der Siegerehrungen. Sie sowie die Zweit- und teilweise Drittplatzierten sind eingeladen, auf dem Landesentscheid am 21. April im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse die Landessieger für die Sparte Landwirtschaft I (Auszubildende) zu ermitteln. Außrdem werden auf dem Landesentscheid die Sieger der Sparte Landwirtschaft II (Fachschüler) und im Bereich Forstwirtschaft ermittelt.
